Mercedes - Benz ATEGO
| Hersteller: | FG Franz Gröschl |
| Maßstab: | 1:6 |
| Motor: | Zenoah 22,5 ccm |
| Maße: | L = 917 mm, B = 440 mm, Radstand 535 mm |
| Gewicht: | ca. 14,5 Kilogramm ( Fahrgewicht 15,8 Kilogramm ) |
Am 03.04.04 war es soweit! Ein neues Modell musste in das Haus. Natürlich informierte ich mich eingehend über die Möglichkeiten im Bereich 1:5er. Zur Auswahl standen der bekannte Gröschl, die Alternative H.A.R.M. und der edle Lauterbacher. Da ich nur sehr gute Erfahrungen mit meinem FG machte lag die Entscheidung sehr nah wieder einen Gröschl zu nehmen.
Mein Internetshop hatte eine Hausmesse anberaumt. Dort sah ich... und kaufte ein! Ein Sportsline-Truckchassis mit ATEGO - Aufbau. Selbstverständlich wurden die erforderlichen Tuningteile gleich mit gekauft. Hydraulische Vorderradscheibenbremse, einstellbare hintere Stoßdämpfer, spezieller Luftansaugfilter mit Adapter und Ersatzzündkerzen nahm ich gleich mit. Noch am Nachmittag wurde alles montiert. Diesmal werden noch sehr viele zusätzliche Modifikationen am Chassis durchgeführt welche ich nachstehend etwas beschreibe.
Die Kraftstoffleitungen werden in Metallausführung geändert da die serienmäßigen Schläuche zu stark an die Karosserieunterseite drücken und die Lackierung beschädigen würde. Wie auch schon am CLK-Chassis wird ein außenliegender Betankungsanschluß montiert. Somit muss die Karosse nur noch für Wartungs- und Reparaturarbeiten abgenommen werden. Vorderachs- und Hinterachsversteifung, Akkuhalterung und die Aufnahme der Fernsteuerungselemente wurden gegen Carbonteile ausgetauscht. Wow, die machen vielleicht was her!
Nun geht es an die Auspuffrohrkonstruktion. Ziel war es, zwei Auspuffendrohre nach oben hinter dem Führerhaus zu legen. Verkleidet wurden die Rohre mit einem Schutzgitter (Wärmeschutz) in Wabenoptik. Die Abgaszuführung für das rechte Abgasrohr muss leider einen größeren Weg nehmen, da der Motorauslass links liegt und die Zuführung den Weg fast über die Vorderachse gehen muss. Werde wahrscheinlich das linke Abgasrohr mit einem Umgehungskanal ausrüsten müssen, damit der Rauchwert annähernd gleich aussieht. Ich denke, es wird ein größeres Problem geben. Das Warzenblech im seitlichen Bereich wurde zugeschnitten und wird mit "Poppnieten" befestigt. Zwischen dem Alublech und der Lexankarosse wird bei Endmontage eine Silikonklebeschicht aufgebracht. Die rechte Aluabdeckung wird klappbar ausgeführt um an den Seilzugstarter, Ein-/Ausschalter und Ladebuchse zu kommen.
Die Lackierung in Black Gun ( Anthrazitmetallik ) macht sich auf den Lexanteilen tierisch gut. Die Scheinwerfer, Nebelscheinwerfer, Mercedes-Stern und die Blinkleuchten wurden vorab mit streichbarer Lexanfarbe behandelt. Die oberen Kühlerschlitze wurden geöffnet und werden noch mit einem Gitter verblendet. Selbstverständlich wurden die Scheiben innen mit Rauchlack beschichtet um den Einblick zu erschweren. Das ALU - Warzenblech hebt sich sehr gut von der dunklen Fahrzeugoptik ab und putzt das "Kleid" richtig raus.
Das Nieten der Bleche stellte sich als nicht brauchbar für das Lexan heraus. Mittlerweile habe ich alle Nieten ausgebohrt und durch Senkkopfschrauben aus rostfreiem Stahl ersetzt. Der Seilzugstarter habe ich ebenfalls modifiziert. Das Zugseil wurde unter die Blechabdeckung verlegt und mittels einer Rohrumlenkung ist das Starten wieder problemlos möglich. Die Seitenwänden zwischen den Achsen wurden durch eine verschraubte Carbonleiste verstärkt.
Auf ein spezielles Dekor verzichtete ich. Denn der Truck sieht mit der dezenten Beschriftung schon recht willenlos aus.
Nun war es soweit, der Tag der ersten Fahrt! Doch leider hatte ich massivste Störungen. Die Vermutungen gingen von den Kabelverlegungen, Gestängematerial und Gestängeführung über das Carbon bis hin zu defekten Fernsteuerungsteilen. Mein Frust steigerte sich ins unermessliche an diesem Nachmittag, welchen ich mit meiner CLK wenigstens etwas abreagieren konnte. Durch Ideen meiner Modellbaukollegen wagte ich einige Versuche das Störungsproblem einzugrenzen. Nachdem ich das hintere Bremsgestänge ausgebaut hatte, wechselte ich noch den ALU-Servoarm gegen einen Servosaver aus Kunststoff aus - und siehe da - er lief und lief und lief und lief. Die Störungen kann ich mir nur so erklären, dass durch den Servomotor und das Servometallgetriebe eine Frequenz über den Metallservoarm an das Gestänge weitergegeben wurde. Somit diente das Gestänge als weitere Antenne!
Das Fahrverhalten war nicht schlecht, aber trotzdem gab es Anlass zu Verbesserungen. Durch das Nachrüsten eines Frontstabilisators wurde das Kurvennicken eingegrenzt, stärkere Stoßdämpferfedern auf der Hinterachse verhinderten das Wippen des Hecks. Ein Einfederwegsbegrenzer für die Hinterachse vermeidet Beschädigungen im lackierten Radkasten. Nach der mittlerweile zweiten Fahrt würde ich sagen, dass jetzt lediglich nur noch Einstellarbeiten notwendig sind. Ich werde Euch auf dem laufenden halten.
Habe die Fahrwerkseinstellungen nochmals gründlich überarbeitet. Leider glaube ich nicht, dass die Traktion der Reifen hinten dadurch besser wird. Parallel experimentiere ich mit eigenen Reifenprofilen ( siehe Kurzbericht bei der CLK ). Sollten sich keine nennenswerten Verbesserungen ergeben, rüste ich die Ölfüllung der Stoßdämpfer um. Ein Zusatzgewicht von 1,3 Kilogramm soll die Traktion der Hinterräder auf der Fahrbahn verbessern. Manche mögen sagen: Der spinnt wohl, sein Auto schwerer zu machen! Da ich selbst mit dem Truck keine Rennen bestreiten werde, ist mir das gutmütige Fahrverhalten wichtiger. Der 02.04.2005 sollte es sein - die erste Ausfahrt mit dem Truck und Gewicht hinter der Hinterachse. Wie ich es von meinen Gröschls gewohnt bin, sprang auch der Truck ohne murren an. Vorsichtig bog ich in die ersten Kurven ein und....
.... er liegt wie ein Brett auf der Fahrbahn. 1,3 Kilogramm Zusatzgewicht brachten endlich Gripp auf die Hinterachse. Einen dreiviertelsen Tank verblas ich Runde um Runde, eine echt gelungene Modi meines Trucks. Das Gewicht und die Anordnung werde ich demnächst online stellen.
Nach einigen Grübelstunden hielt ich es für angemessen den Truck weiter zu Veredeln. Haltegriffe an der Frontscheibe, Horn auf dem Dach, eine ALU - Sattelplatte, Standlicht und Fahrlicht sowie eine Unterbodenbeleuchtung wurden an- bzw. eingebaut. Sieht echt tierisch gut aus! So einige Teile stecken mir noch im Kopf und werden nach und nach vielleicht umgesetzt. Auch einen neuen Luftfilter wird der Truck noch bekommen, dieser liegt schon bereit um angebaut zu werden. Kämpfe noch mit mir wegen dem Außendesign - ALU oder Carbon? Derzeit tendiere ich zum Carbonlook. Dieser erfordert zwar viele Arbeitsstunden, passt aber dann besser zu den anderen Carbonteilen. Die Zeit wird es zeigen...
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Die Tankentlüftung musste modifiziert werden da immer wieder einige Tropfen sich aus den Verschluss-Stücken entwichen. Mit dem Straßenstaub war dies jedes Mal eine riesen Sauerei. Die oberen Entlüftungsanschlüsse wurden mittels Edelstahlschrauben und Dichtungen verschlossen, der seitliche Anschluss mit einem Schlauch an den Luftfilter umverlegt. Somit können während der Fahrt die Dämpfe wieder der Verbrennung zugeführt werden. Fahrbericht folgt.
Fahrbericht: Die Entlüftung machte sich echt gut. Habe fast keine "Sauerei" mehr im vorderen Chassisbereich. Nur noch ein wenig schwitzendes Benzin drückt sich aus dem Einfüllanschluß noch heraus. Auch hier werde ich noch ein wenig Hand anlegen müssen. Die Vertiefungen der seitlichen Karo- und Akkuhaltern werde ich mit einer Masse ausfüllen, diese Sacklöcher sammeln so einiges von den Reifen auf. Zwei der insgesamt fünf Halter sind bereits modifiziert und bewähren sich schon seit einigen Fahrten.