CARSON Astra V8 / BMW M3 GTR
| Hersteller: | Carson (Tamiya) |
| Maßstab: | 1:8 |
| Motor: | |
| Maße: | L = ca. 750mm, B = 310mm, Radstand = 415mm |
| Gewicht: | noch nicht gemessen |
Carson - Modelle besitzen gute Details und haben die beste Maßgenauigkeit. Dies bestätigt sich auch wieder bei diesem Modell. Der Karton beinhaltete alle erforderlichen Kleinteile um das Chassis zu vervollständigen. Leider fehlen die Reifenfüllmaterialien und Stabilisatoren, welche meiner Meinung nach trotzdem als Grundausstattung beigefügt sein sollten. Die Karosserie besteht aus glasklarem Lexan und muss noch ausgeschnitten werden. Hierfür hat sich eine spezielle Lexanschere bewährt. Das ausschneiden stellte kein Problem dar. Entgegen der üblichen Lackierweise wurde die Karosserie außen besprüht. Nur die Dekorfolie gab Grund zur Beanstandung. Scheinwerfer-, Heckleuchten- und Seitendekor sind teilweise zu klein, unförmig oder nicht ohne zusätzlichen Schnittkanten zu verkleben. Modifizierungen wurden an der Karosserie und am Chassis vorgenommen. Wischer, Außenspiegel und Funkantenne werden an der Karosserie angebracht. Kraftstoffschläuche, Schlauch- und Kabelverlegungen und der Achsantrieb überarbeitet. Es gibt noch einiges zu tun - packen wir es an.
Der Motor ist mittlerweile eingelaufen. Die Werkseinstellung ist wirklich zum Einlaufvorgang perfekt gewählt. Auch die weiteren Einstellmaßnahmen sind einwandfrei beschrieben. Die Hinterachse wurde mit Öl aus dem Kfz-Bereich befüllt. Jetzt kann endlich die Fernsteuerung eingebaut und abgestimmt werden. Mir kribbelt es in den Fingern - die erste Probefahrt ist nicht mehr weit. Leider hat die neue Fernsteuerung einige unerklärbare Störungen. Trotzdem war man bei Conrad-Elektronik sofort bereit, die einzelnen Komponenten probeweise zu tauschen. Dickes Lob an die dortige Modellbauabteilung. Eine ältere Anlage dient mir derzeit zur weiteren Erprobung und Einstellung des Modells. Einiges musste noch verbessert werden. Meine Fernsteuerung ist zurück! Eine Robbe FX-14 übrigens. Angeblich wurden zwar keine Fehler festgestellt, jedoch wurde ein Abgleich vorgenommen. Hauptsache es hilft!
Ich habe mich entschieden, eine eigene Fahrkarosserie zu kaufen. Der Astra ist mir zu schade! Als Karosse kommt nur ein BMW M3 in Frage - alle anderen gefallen mir nicht. Heute war es soweit - DIE ERSTE PROBEFAHRT. Wow, kann ich nur sagen. Leider machte die Scheibenbremse anfänglich Probleme. Der Lagerbock bestand aus Kunststoff, leider war er nicht hitzefest genug. Zum guten Glück hatte ich von meinem Golf III noch einen ALU-Bremsscheibenhalter, welcher sich bei der zweiten Fahrt als optimal herausstellte. Die Anlenkung wurde mittels einem weiteren Servo durchgeführt. Die Dosierung durch das Servo verbesserte sich drastisch. Eine Tankfüllung reicht ca. für 30 Minuten Fahrt. Der Vergaser ist noch nicht in der optimalen Einstellung daher hat das Modell noch die Marotte, dass der Motor in einer bestimmten Einstellung leider ausgeht. Ich bemerkte auch, je leerer der Tank desto kritischer reagierte der BMW bei Kurvenfahrt. Tja, alles in allem bin hochauf zufrieden. Nun kann ich beruhigt an die Feineinstellungen gehen.
Zu früh gefreut - ein kapitaler Motorschaden hatte sich eingeschlichen. Der Kolbenbolzen brach! Vom Rest wollen wir mal hier nicht reden. Der Frust war groß. Was mich allerdings interessierte war der Grund des Schadens. Die Ersatzteile waren schnell verfügbar. Jedoch musste ich den Kolben schon nacharbeiten - die Passung war deutlich zu eng gewählt. Das einbauen der Teile ging ohne größere Probleme über die Bühne. Der Motor läuft seither ohne Nebengeräusche und Leistungseinbußen fehlerfrei! Ich gehe davon aus, dass es sich um einen Materialschaden des Herstellers handelt. Mittlerweile sind einige Modifikationen eingebaut worden. Näheres erfahrt Ihr mit einem Klick auf den Link. An allen Ecken und Kanten löst sich das Dekor! Der Kraftstoff bzw. die Dämpfe scheinen doch sehr aggressiv zu sein. Ich habe mich entschieden das Dekor nun aufzulackieren. Vom Karomuster sehe ich ab, denn der Aufwand für eine Fahrkarosse die eventuell auch beschädigt werden kann, ist zu groß. Das Originaldekor werde ich annähernd beibehalten. Die Bilder findet Ihr wie immer in der Galerie. Weitere Bilder. Die neue Lackierung macht sich granatenmäßig gut. Auch an der Technik wurde wieder einmal modifiziert. Achsantriebswellen gegen gehärtete, Kugellager statt Bronzelager und eine Dreibackenkupplung mit größerem Ritzel eingebaut. Auch die Vergasereinstellung scheint nun "gut" zu sein. Zumindest geht er deutlich seltener aus. Ganz so glücklich bin ich mit dem Vergaser trotzdem nicht, denn er reagiert in schnellen Linkskurven mit deutlicher Drehzahlzunahme und ruhigerem Motorlauf. Bei Rechtskurven erfolgt keine Änderung an der Motorlaufqualität. Auf jeden Fall kann ich jedem nur empfehlen vor dem Kauf eines Carson-Modelles sich im Internetforum bei RCWEB zu informieren.
Nach nunmehr einem Jahr habe ich mich entschlossen, mein Carson-Chassis und vor allem den Force-Motor umzubauen. Optik und Komfort sollen groß geschrieben werden. Geplant sind: Chassisoberseite und alle Metallteile zu polieren, Motor und Antriebsteile verchromen, Vergaser erneuern, Umbau auf Allradantrieb und diverse kleinere Modifikationen. Die Polierarbeit nimmt derzeit sehr viel Zeit in Anspruch die sich allerdings lohnen wird. Einige Teile müssen nur noch endbehandelt werden um den Endglanz zu bekommen. Die Bilder der Teile werde ich dann auch wieder online stellen.
Jetzt geht es endlich an die Montage der polierten Teile. Fast alle Schrauben des Chassis und der Anbauteile werden durch Edelstahlvarianten ersetzt. Die blauen Stoßdämpfer müssen für silberne weichen. Ich versuche das Chassis in den Farben silber / schwarz zu halten. Auch ein neuer Motor wird fällig da der alte doch leichte Verschleißerscheinungen hatte. Größer und kräftiger soll er werden. Ein Axial-Motor mit 4,26ccm wird es sein.
Auch der Umbau auf Allradantrieb steht an. Die Kraft dieses Motors auf die Pneus zu bringen erfordert einige zum Teil größere Umbaumaßnahmen da viele Teile nicht genug Stabilität haben. Dies sollte mir wohl kein Problem bereiten. Um die Motortemperatur im grünen Bereich zu halten, wurde ein Schwungrad mit Luftschaufeln montiert die zusätzliche Luft an den Motorblock blasen. Die Stifte der Dreibackenkupplung mussten teilweise um ca. 1,5 Millimeter gekürzt werden um die Sicherungsscheibe montieren zu können.
Nun konnte der Motor auf eine Zwischenplatte mit Abstandshülsen montiert werden. Diese Hülsen werden benötigt um den Motor in die richtige Höhe zum Antriebszahnrad des Mitteldifferentiales zu bekommen. Das Zahnflankenspiel eingestellt und schon ging es weiter mit der Montage von Tank, Kraftstoffleitungen und Filter. Der Allradumbausatz war glücklicherweise vollständig und konnte ohne Probleme eingebaut werden. Neue silberne Stoßdämpfer kamen zum Einsatz. Eine hydraulische Scheibenbremsanlage musste auch sein, um den Rennboliden rechtzeitig zum Bremsen zu bewegen. Da der Platzbedarf am Mitteldifferential sehr gering ausfiel, kam eine Lauterbacher-Anlage aus dem 1:5er Rennsport zur Verwendung. Die Hinterradbremse wurde an den Hinterachsantrieb verlegt und konnte mittels einem HPI-Adapter realisiert werden. Das Entlüften der Anlage stellte sich als schwieriger heraus als Anfangs gedacht. Erst nach einigen, um nicht zu sagen "vielen" Versuchen brachte die Anlage wenigstens passable Wirkung.
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Er war da, der Tag des BMW! Getankt, kurz Nitro angesaugt, am Startergriff gezogen und - GEIL, GEIL - er lief. Nach zwei Tankfüllungen im Leerlauf konnte ich es mir nicht nehmen lassen auch einige Runden zu drehen, zwar mit niedriger Drehzahl aber es machte Spaß auch einmal wieder nen Nitrobomber zu fahren. Die Abstimmung Gas und Bremse muss ich noch verbessern, auch die Stoßdämpfer/Federkombination entspricht noch nicht meinen Vorstellungen. Weitere Infos folgen.
Größere Stoßdämpfer und härtere Feder rein und schon stand der Bolide wie ich es gewohnt war. Die Bremsanlage brachte mich allerdings zur Verzweiflung. Ständig Luft in der Leitung und weis nicht woher. Nach, ich glaub 100 Versuchen die Anlage luftleer zu bekommen, stellte ich das Fahrzeug buchstäblich auf den Kopf. Naja ich stellte ihn auf den Rammschutz. Somit befand sich der Bremszylinder mit dem Entlüftungsnippel auf dem höchsten Punkt und es ging!!! Ein wenig Flüssigkeit durch die Leitungen gepumpt und die Luft war raus und der BMW hatte endlich eine geschmeidige Bremse.