Gröschl Mercedes Benz CLK DTM - Edition
| Hersteller: | FG Franz Gröschl |
| Maßstab: | 1:5 |
| Motor: | Zenoah 22,5 ccm, ca. 4 PS |
| Maße: | L = 948 mm, B = 397 mm, Radstand = 535 mm |
| Gewicht: | 12,3 Kilogramm |
Irgendwie packte mich im Sommer den Drang ein ganz besonderes Modell zu bauen. Ein Gröschl bzw. FG-Modell sollte es sein. Ein 1:5er wie ihn noch keiner gesehen hat. Im Katalog der Fa. FG gefiel mir der Porsche sehr gut. Als ich dann die Homepage der Firma ABC besuchte fand ich die ultimative Karosse. Ein Mercedes Benz CLK im DTM-Look 2002. Ihn und keinen anderen wollte ich haben. Übers Internet bestellt und nach ca. 14 Tagen geliefert. Mann - was für ein Karton! Größer ging's wohl nicht? Beim öffnen wurden mir erst mal die Abmessungen klar. Wow! Dies war das erste Chassis, welches nur sehr gering verbessert wurde. Flexible Seilzüge, hydraulische Scheibenbremsanlage vorn, Aluhalteplatte für die Servos, Bedientableau und Ansauggeräuschdämpfer waren die Änderungen. Der Motor startete fast ohne Probleme zum Einlaufvorgang. Starker Sound! Die 22,5 ccm Hubraum und die ca. 4 PS hören sich mal willenlos gut an!!! Nach 3 Einlaufvorgängen durfte er zum ersten male den Boden berühren und von selbst fahren. Bisher noch ohne Karosserie - aber bald wird die "Hochzeit" sein.
Das Antriebsgetriebe muss auf jeden Fall mit der angebotenen Verkleidung abgedeckt werden. Kleine Steine kommen zwischen die Zahnräder und klemmen sich fest - die Folge: Geräusche und Beschädigungen! Für einen Parkplatzfahrer wie mich war der Auspuff doch etwas zu laut geraten. Zum Glück hatte ich noch einen Merker Auspuff von meinem VW Golf zuhause. Der Auspuff ist bis 31ccm ausgelegt, zwar etwas zu lang aber mit Ideen doch zu montieren. Der Klang ist jetzt für meine Begriffe perfekt. Ob die Leistung darunter gelitten hat kann ich nicht feststellen, da ich bis heute den Motor noch nicht auf Vollgas hatte (mangels Parkplatzgröße). Der Einfederweg muss auch begrenzt werden. Probeweise werde ich Kunststoffclipse verwenden. Für den Dauerbetrieb wird eine Einstellplatte montiert. Die Federwegsbegrenzung hat zwar das aufsetzen des Chassis verhindert, jedoch sind die Fahreigenschaften bei Bodenwellen nicht so berauschend. Als Lösung kamen progressive Federn mit unterschiedlicher Härte und 7000er Siliconölfüllung zum Einsatz.
Nachdem das Fahrverhalten nun endlich optimal ist, wurden auch die Federwegsbegrenzungsclipse gegen eine einstellbare Lösung ausgetauscht. Die Probefahrt war ein Knaller! Wie auch am BMW lösten sich ein Großteil der Klebefolien. Somit war für mich klar, dass auch hier das Dekor auflackiert wird. Technisch wurde auch noch etwas verbessert. Die Seilzüge für Gas und Hinterradbremse wurden gegen Federstahldrähte ausgetauscht nachdem sich die Schwingungen bei bestimmten Drehzahlen leider negativ auf das Drehzahlverhalten ausgewirkt hatten. Der Bremsanlenkungshebel der hinteren Bremse wurde um 6mm verlängert um durch den größeren Hebelweg die Zugkraft zu verbessern. Vorbeugend wurde noch ein entstörter Zündkerzenstecker montiert. Auch einen Volumenausgleich zur Drehmomenterhöhung wurde nachgerüstet. Die Übersetzung des Motorantriebes wurde vergrößert um den Motor mit höherer Drehzahl laufen lassen zu können. Dies hat den Vorteil, dass die Zündkerze besser freigebrannt wird. Nun steht die Winterpause an - LEIDER! Ich wollte doch wissen wie er nach den Umbauten läuft. Tja, aber der nächste Frühling kommt bestimmt.
Was ich vergaß zu erwähnen - da ich bisher nur auf Parkplätzen unterwegs war, konnte ich noch nicht testen in wie weit meine Rundenzeiten sich durch die vielen Modifikationen verbesserten. Letztlich soll ja das Hobby Spaß machen. Mit diesem Mercedes macht es jedenfalls Spaß ohne Ende. Weitere Umbauten habe ich nicht vor. In den nächsten Wochen möchte ich mich zu einem neuen Chassis und Modell entscheiden. Ein echter FG wird es wohl sein, wenn möglich mit einem Renntruck als Kleid.
Tja, nach so allerhand Änderungen macht das Teil so richtig Spaß! Nach einigen Fahrten mit einer Tuningzündkerze muss ich allerdings sagen - lasst die Finger weg! Ich hatte Störungen ohne Ende. Erst nach dem Umbau auf die Standardzündkerze lief mein "Kleiner" wieder wie in alten Zeiten. Nun kann ich mit Gewissheit sagen, so wie er jetzt ist so bleibt er. Erstmal!
Je nach Witterung traten immer wieder vereinzelt unkontrollierte Servobewegungen und somit verbunden, sehr schlechte Kontrollierbarkeit des Modells auf. Nach langer Nachforschung konnte ich feststellen, dass die Innenantenne wohl nicht so ideal gewählt war. Ein kleines Loch in die Windschutzscheibe und eine Standardantenne nach außen durchgeführt beseitigte auch dieses Problem. Seither läuft die CLK ohne Probleme.
Mittlerweile wurde eine hydraulische Bremsanlage hinten nachgerüstet um die Bremsstabilität zu verbessern. Beide Hauptbremszylinder wurden auch mit Aluminiumdeckeln versehen. Der Originalheckspoiler wurde gegen einen Carbonspoiler, welcher einstellbar ist, ausgetauscht. Beide Maßnahmen verbesserten die Optik ungemein. Die Kronos-Bereifung musste mangels Profiltiefe gegen eine neue gewechselt werden. Diesmal entschied ich mich, gegen allen Foren, mir die Technokit 2004 Räder zuzulegen. Nach den ersten Fahrten konnte ich zwar feststellen, dass die Griffigkeit bei weitem nicht den Kronos das Wasser reichen kann, ich jedoch auch viel Wert auf die Optik lege und somit durch das Y-Profil, dies in Kauf nehme. Nach nunmehr einer ganzen Saison kann ich sagen, dass ich mit dem FG-Modell ohne jede Einschränkung zufrieden bin. Als Einsteigerobjekt würde ich selbst die Ecoline-Variante nicht empfehlen da diese Modellpalette tierisch schnell und dadurch auch, bei hohen Geschwindigkeiten, schwer beherrschbar sind.
Nach reiflicher Überlegung und Traktionsprobleme die ich mit meinem Truck und der CLK hatte, besorgte ich mir eine Reifenprofil-Schneidemaschine. Habe feststellen müssen, dass das Schneiden der Reifen problemlos zu bewerkstelligen ist. Von einem kompliziertem Profil habe ich noch abgesehen, werde mir trotzdem für die Zukunft Gedanken machen um die Reifenprofile meiner Anforderungen anzupassen ( Bilder in der CLK-Galerie ). Meine Erfahrungen werde ich zu gegebener Zeit hier wieder kund zu tun. Das eher provisorische Tableau musste einer besseren, aus Carbon bestehenden, weichen. Die Ladebuchse für den Empfängerakku ist nun im Schaltergehäuse integriert und sogar gegen Spritzwasser geschützt mit einer Schiebeplatte. Fast alle Schrauben wurden gegen Edelstahlschrauben ausgetauscht.
Und wieder einmal kann ich es nicht lassen meinen kleinen Feger weiter umzubauen! Das Auspuffendrohr muss an die originale Stelle verlegt werden. Dies wird in zwei Etappen durchgeführt - zu aller erst wird nur der linke Auslaß durch die Karosserie geführt. Ein verchromtes Auspuffrohr war geplant, wurde jedoch durch ein schwarzes Rohr ersetzt. Der zweite, rechte Auslaß wird zu gegebener Zeit kommen. Schließlich muss ich ja auf die andere Fahrzeugseite mit dem Rohr, was sich nicht einfach darstellt. Der Kraftstoffzulauf und Rücklauf sowie die Belüftungsschläuche werden durch Rohrleitungen ersetzt. Nur sehr kurze Schlauchstücke verbinden noch die Rohre mit den Anschlüssen. Die Anordnung der Hauptbremszylinder und das Betätigungsservo wurden überarbeitet bzw. ausgetauscht. Alle Aluteile wurden Hochglanz poliert und erstrahlen in voller Pracht. Was ich ganz vergaß zu erwähnen - das Lenkservo ist in einem Mischgehäuse aus Kunststoff und Aluminium untergebracht und wurde wegen des Designs noch mit einem Aludeckel versehen. Der erste Schnaufer des Motors war nun endlich da und er hört sich richtig gut an. Auf der Piste wird es sich zeigen, ob alle Modifizierungen ihren gewünschten Erfolg bringen. In meinem Racebook könnt Ihr es ja wie immer nachlesen.
Mittlerweile wurde ein Bordcomputer und eine Traktionskontrolle eingebaut. Der "BC" ermittelt die aktuelle und schnellste gefahrene Geschwindigkeit, Wegstrecke und die Empfängerakkuspannung. Die Traktionskontrolle ersteigerte ich über ebay und wurde vor einigen Jahren über FG vertrieben. Sensoren an der Hinterachse und an beiden Vorderrädern senden die Umdrehungsdrehzahlen an das Steuergerät, welches bei erforderlichem Eingriff das Gas- , Bremsservo in eine programmierbare Position fahren lässt. Somit wird der Gripp am durchdrehenden Rad wieder hergestellt. Der Überrollbügel musste weichen, da sonst die "neue" Karosse nicht so richtig passt.
Und weiter wird umgebaut! Die hintere Stoßdämpferbrücke wurde durch eine aus Aluminium ausgetauscht, da die Kunststoffversion durch die Fahrwerksbewegungen und die Wärmeeinwirkungen sich doch stark verbog. Jetzt liegt das Chassis wieder wie ein Brett auf der Fahrbahn. Der originale Schaumstoffluftfilter musste einem K&N Luftfilter weichen. Die Reinigungswirkung und das Ansaugverhalten ist bei diesen Filtern doch erheblich besser. Walbrovergaser haben eine schlechte Unart mit einer sehr hohen Ölbeimengung in Richtung 1:25er Gemisch. Eine Membrane wird zu weich und verschlechtert die Kraftstoffzufuhr zur Gemischbildung. Ein neuer Vergaser und eine Spezialmischung Kraftstoff sollte dem Abhilfe bringen. Der Kraftstoff besteht aus ARAL Ulimate100, vollsynthetischem 2-Takteröl und einem Zusatzadditiv für eine bessere Verbrennung. Jetzt will ich hoffen, dass mein Motorchen standfest bleibt und keine weiteren Probleme zeigt.